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Mediziner warnen vor Zunahme resistenter Krankheitserreger

Berlin – Antibiotika als wirkungslose Waffe gegen Erreger? Mediziner schlagen Alarm, da immer mehr Erreger gegen Antibiotika resistent sind. Nach Einschätzung von Gesundheitsexperten werde die gefährliche Entwicklung dadurch begünstigt, dass Ärzte ihren Patienten in vielen Fällen unnötig Antibiotika verschreiben. Aber auch der häufige Einsatz der Präparate in der Massentierhaltung trage zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen bei.

Antibiotika verlieren an Wirksamkeit. Studien der Weltgesundheitsorganisation haben ergeben, dass immer mehr Krankheitserreger resistent gegen Antibiotika sind. Alarmierend sei auch, dass dies teils sogar für sogenannte Reserve-Antibiotika gelte. Die Präparate werden angewendet, wenn eine Behandlung mit Standard-Antibiotika erfolglos ist.

Die gefährliche Zunahme von resistenten Erregern hängt nach Ansicht von Gesundheitsexperten auch damit zusammen, dass Patienten oftmals Antibiotika verschrieben bekommen, obwohl dies für die Behandlung eigentlich nicht nötig wäre. Eine Untersuchung der Krankenkasse DAK hat gezeigt, dass fast 30 Prozent der Antibiotika-Verordnungen 2013 mit Blick auf die Diagnose als fragwürdig gelten. Dabei gehe es unter anderem um Bronchitis oder Infektionen der oberen Atemwege. Tatsache sei aber, dass zwischen 80 und 90 Prozent der Erkältungskrankheiten von Viren verursacht würden. Wie die DAK-Gesundheitsexperten erklären, sei die Gabe von Antibiotika in diesen Fällen eher schädlich als nützlich.

Kritik üben Experten auch am teils massiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung. Durch diese Praxis werde die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen ebenfalls begünstigt, warnt die Bundesanstalt für Risikobewertung. Stichproben von Discounter-Putenfleisch haben einer Mitteilung des Naturschutzbunds BUND zufolge gezeigt, dass rund 88 Prozent der getesteten Proben mit antibiotikaresistenten Keimen belastet waren. Vor diesem Hintergrund setzt sich der BUND für strengere Vorgaben beim Tierschutz- und Arzneimittelrecht ein.

wnorg Ticker

Keinen Plan B kann besser sein

Panorama
Einem neuen Modell zufolge hindern Alternativpläne am Erreichen eigentlicher Ziele. Dabei komme es jedoch auch darauf an, wie viel Zeit in die Entwicklung des alternativen Plans gesteckt werde, so das Ergebnis der Psychologen der Universität Zürich. Generell sei der Plan B eine Methode, mit Unsicherheiten und Schwierigkeiten auf dem Weg zum Ziel umzugehen.

Kritik an Inkassodiensten

Panorama
Verbraucherschützer kritisieren, dass die Hälfte der Inkassoforderungen unrechtmäßig sei. Wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg berichtet, habe eine bundesweite Umfrage zu diesem Ergebnis geführt. Neben unrechtmäßigen Forderungen kritisieren die Verbraucherschützer auch, dass teilweise massive Drohungen ausgesprochen würden und die Gebühren überzogen seien.

Wie Klimaveränderung mit Vulkanausbruch in 1980ern zusammenhängt

Wissen
Ein Forscherteam der Plymouth University und der Sir Alister Hardy Foundation for Ocean Science hat ermittelt, dass globale Klimaveränderungen seit den frühen 1980er Jahren neben menschlichem Eingreifen auch auf natürliche Ereignisse zurückzuführen sind. Besonders entscheidend sei der Ausbruch des Vulkans El Chichón in Mexiko. In den Jahren nach dem Ausbruch seien weltweit Veränderungen aufgetreten, je nach Region zeitlich verzögert.

SUV behindern besseres Klima

Panorama
In den letzten Jahren ist nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes eine deutliche Tendenz zu einer höheren Motorleistung bei neu zugelassenen Fahrzeugen erkennbar. Dies sei vor allem auf steigende Verkaufszahlen von Geländewagen und SUV (Sport Utility Vehicles) zurückzuführen. Die CO2-Emissionen seien dadurch deutlich weniger gesunken, als dies mit Fahrzeugen mit weniger Motorleistung möglich gewesen wäre.

Unzulässige Sonderkosten bei Sehtests aufgedeckt

Panorama
Wer seine Sehstärke beim Augenarzt messen lässt, sollte bei der entsprechenden Rechnung dafür lieber genauer hinschauen. Wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz aufgedeckt hat, berechnen 44 Prozent der Augenärzte unzulässige Sonderkosten. Insgesamt wurden 209 Augenarztpraxen telefonisch befragt. Grundsätzlich sei die Sehstärkenmessung durch die gesetzliche Krankenkasse abgedeckt, wenn der Patient Sehprobleme habe.

Initiative für Klimaschutz in Unternehmen

Panorama
Der Initiative „Science Based Targets“ haben sich bereits mehr als 100 internationale Unternehmen wie Kellogg oder Sony angeschlossen. Ziel der Unternehmen ist es, die CO2-Emmissionen zu senken. Das Besondere der Initiative: Die Ziele der Unternehmen richten sich nach Vorgaben von Wissenschaftlern, die ermittelt haben, was getan werden muss, um die Erderwärmung unter der 2-Grad-Schwelle zu halten.

Deutsche Bauern in schwieriger wirtschaftlicher Lage

Wirtschaft
Das Wirtschaftsjahr 2015/16 war für viele landwirtschaftliche Betriebe schwierig. Dies sei auf das Russland-Embargo, Konjunkturschwächen in asiatischen Ländern und gesättigte internationale Märkte zurückzuführen. Dies hat der Bauernverband in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hat das Problem erkannt und macht sich nun für eine Erhaltung der vielfältigen Landwirtschaft stark.

Neue Erkenntnisse zu häufigster Krebsart bei Menschen

Gesundheit
Forscher haben entdeckt, wie der Körper Hautkrebszellen selbst zerstört – und dass er es manchmal nicht leistet. Forscher der Universitäten Mannheim und Aachen haben nun beobachtet, wie der Körper eine Selbstzerstörung der Zellen auslöst. In einigen Fällen stellt sich jedoch auch der gegenteilige Effekt ein: Der Körper fördert die Krebszellen. Die Forscher wollen die Effekte nun näher untersuchen, um Behandlungsmöglichkeiten daraus abzuleiten.

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Was können hochautomatisierte Autos

Wissen
Bis 2020 wird hochautomatisiertes Fahren auf deutschen Autobahnen technisch möglich werden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Fraunhofer Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation mit Partnern durchgeführt hat. Vor allem Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von mehr als 2 Milliarden Euro würde dies für die deutsche Wirtschaft bedeuten, so das Studienergebnis. Autos, die keinen Fahrer brauchen, seien hingegen in den nächsten Jahren noch nicht zu erwarten.